Ein gesunder Organismus versorgt sich selbst mit vielen biologischen Helfern. Tausende von ihnen beteiligen sich an den unterschiedlichsten Prozessen. Der Mensch und somit auch das Verdauungssystem besteht aus ca. 90 Billionen Zellen, die Bausteine des Lebens. Zellen produzieren Energie aber Zellen benötigen Energie. Ein wichtiger Energielieferant ist die Ernährung und somit die Verdauung.
Unser Verdauungstrakt besteht aus einem muskulösen Schlauch, der im Mund beginnt und im After endet. Die Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, muss einen "Verdauungsweg" von fast neun Metern durchwandern. Durch die Zähne, vor allem aber durch chemische Reaktionen im Magen und Darm werden die Speisen zerkleinert und in einzelne Bestandteile aufgespalten, bis sie im sehr langen Dünndarm direkt ins Blut übergehen.
Zahlreiche Enzyme aus Speicheldrüsen, Bauchspeicheldrüse und Leber helfen bei der Verwertung der Nährstoffe mit. Es gelangen schließlich noch die unverdaulichen Ballaststoffe in den Dickdarm, wo mit Hilfe der Darmflora die letzte Verdauungsarbeit erfolgt, bevor die für den Körper nicht mehr verwertbaren Nahrungsüberreste ein bis drei Tage nach dem Essen als Stuhl ausgeschieden werden. Als Folge von Gärungen im Darm oder Darmreizungen kann es zu einer Entzündung des Wurmfortsatzes kommen. Dieser ist eine kleine Ausstülpung des Dickdarms und muss dann oft entfernt werden (Blinddarmoperation). Ein sehr wichtiges Organ im Verdauungsprozess ist die ca.1,5 kg schwere Leber. Sie ist in ihrer Funktion mit einer chemischen Fabrik zu vergleichen: Einerseits ist sie ein Entgiftungsfilter (Umwandlung von Medikamenten, Alkohol usw.) und andererseits speichert sie Reservestoffe (z. B. Zucker). Vor allem aber wandelt sie verschiedene Stoffe für die Bedürfnisse des Körpers um.
Von Haus aus arbeitet der Magen bzw. die Verdauung "störungsfrei". Treten dennoch Störungen auf, so haben diese häufig "äussere" Ursachen wie falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder sonstige schädliche Lebensgewohnheiten. Zu empfehlen ist eine vitaminreiche, ausgewogene und faserreiche Kost: Obst, Gemüse, Salate, Getreideflocken, Vollkornbrot. Sie fördert, zusammen mit genügend körperlicher Bewegung, die Verdauung. Menschen mit problemloser Verdauung leiden selten an Hämorrhoiden und scheinen weniger anfällig für Darmkrebs zu sein. Schädigend für den Magen ist übermäßiger Genuss von Alkohol. Er kann auf die Dauer Magenschleimhaut, Bauchspeicheldrüse und Leber angreifen. Zudem sind Nikotin und Alkohol als Förderer von Mundhöhlen und Speiseröhrenkrebs bekannt. Unbedingt vermeiden sollte man den Gebrauch von Abführmitteln über längere Zeit. Sie bekämpfen wohl das Symptom, nicht aber die Ursache. Auf die Dauer sind sie sogar schädlich. Ein träger Darm kann am schonendsten durch die Zufuhr von Quellstoffen (z. B. Leinsamen, Kleie) und erhöhter Flüssigkeitszufuhr angeregt werden. Oft kann mit der Behebung einer Darmträgheit gleichzeitig eine ganze Reihe gesundheitlicher Störungen behoben werden Müdigkeit, Völlegefühl, Hautunreinheiten, Kopfschmerzen, Blähungen usw,. Ferner gilt: |